ASGS AcademyASGS Academy
Alle Module

Stolpern, Rutschen, Stürzen (SRS)

UngeprüftEntwurfsensibilisierung
Lernendensicht
Prüfstatus setzen:

Allgemeine Anmerkung zum Modul

Einstieg

unsere Didaktik

Sicher durch den Arbeitsalltag: Stolpern, Rutschen und Stürzen verhindern

Unfälle durch Stolpern, Rutschen und Stürzen gehören zu den häufigsten Ursachen für Verletzungen im Berufsleben und führen oft zu schmerzhaften Ausfällen. Mit einer wachen Haltung, konsequenter Ordnung und klugen baulichen Massnahmen lassen sich diese Gefahren wirksam bannen. Achten Sie auf Ihre Umgebung, damit Sie jeden Arbeitstag gesund beenden.

Sie betreten am Morgen eilig den Betriebsgang, um wichtige Dokumente in die Werkhalle zu bringen. Auf dem nassen Boden nach der morgendlichen Reinigung gleiten Sie beinahe aus, weil ein Warnschild fehlt und das Kabel eines Verlängerungskabels quer über den Weg gespannt ist. Solche unbemerkten Alltagsfallen führen schnell zu schweren Stürzen, wenn niemand rechtzeitig eingreift.

Regel 1 — Böden

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Sind die Böden in Ihrem Betrieb sicher begehbar? In vielen Betrieben ist der Anteil der Ausrutsch- und Stolperunfälle grösser als 25 Prozent. Dagegen können Sie etwas tun. Wichtig ist, dass Sie den Böden die nötige Beachtung schenken. Die Hauptgefahren sind: Stufen, Schwellen, Stolperstellen glatte und glitschige Böden und Treppen unebene, beschädigte Böden Mit dieser Checkliste bekommen Sie solche Gefahren besser in den Griff.

  • Rutschfeste Böden
  • Vermeidung von Stolperstellen
  • Organisation, Schulung, menschliches Verhalten
Unsere Paraphrase · editierbar

Achten Sie auf sichere, ebene Böden und beseitigen Sie Stolperstellen wie Stufen oder Schwellen konsequent.

Regel 2 — Stopp den Stolper- und Sturzunfällen im Büro

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Was tun Sie in Ihrem Unternehmen gegen Sturzunf lle? Rund ein Viertel aller Berufsunf lle sind Stolper- oder Sturzunf lle. Die meisten haben unscheinbare Ursachen, f hren aber zu erheblichen Arbeitsausf llen und Kosten. Sturzunf lle sind nicht einfach Schicksal mit gezielten Massnahmen k nnen Sie viel dagegen tun. H ufige Unfallursachen sind: Technische M ngel: defekte B den, glatte B den kombiniert mit ungeeigneten Schuhen, fehlende oder schlechte Beleuchtung, fehlender Handlauf bei Treppen usw. Organisatorische Ursachen: fehlende Sensibilisierung, Stolperfallen werden nicht erkannt und daher nicht vermieden, mangelhafte Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz, fehlende Signalisation von Gefahrenstellen, unklare oder fehlende Vorschriften usw. Pers nliches Verhalten: Liegenlassen von Gegenst nden, Unordnung, fehlende Aufmerksamkeit, Benutzen des Smartphones beim Gehen und Treppensteigen, untersch tztes Risiko usw. Mit dieser Checkliste bekommen Sie solche Gefahren besser in den Griff. 1. F llen Sie die Checkliste aus. Wo Sie eine Frage mit nein oder teilweise beantworten, ist eine Massnahme zu treffen. Notieren Sie die Massnahmen auf der letzten Seite. Sollte eine Frage Ihren Betrieb nicht betreffen, streichen Sie diese einfach weg. 2. Setzen Sie die Massnahmen um.

  • Führung und Organisation
  • Infrastruktur
  • Verhalten, Information, Motivation
Unsere Paraphrase · editierbar

Halten Sie im Büro Ordnung, vermeiden Sie herumliegende Gegenstände und nutzen Sie Ihr Smartphone niemals während des Gehens.

Regel 3 — Handlauf: Stopp den Sturzunfällen auf Treppen

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Was tun Sie in Ihrem Unternehmen gegen Treppenstürze? Rund ein Viertel aller Berufsunfälle sind Stolper- und Sturzunfälle. Davon ereignet sich ein Drittel auf Treppen. Die meisten Treppenunfälle liessen sich vermeiden, wenn der Handlauf konsequent benutzt würde. Häufige weitere Unfallursachen auf der Treppe sind: fehlende, defekte oder falsch montierte Handläufe schlechte Beleuchtung, rutschige Böden fehlende Sensibilisierung für die Gefahr, Hektik Telefonieren und Schreiben von SMS beim Treppensteigen Diese Checkliste bezieht sich auf Handläufe in Gebäuden. Für Handläufe an maschinellen Anlagen gilt SN EN ISO 14122-3.

  • Technische Anforderungen
  • Organisation
Unsere Paraphrase · editierbar

Benutzen Sie auf Treppen grundsätzlich immer den Handlauf und lassen Sie das Telefonhandeln beim Auf- und Absteigen sein.

Regel 4 — Stopp den Stolper und Sturzunfällen an ortsfesten Arbeitsplätzen in Industrie und Gewerbe

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Was tun Sie in Ihrem Unternehmen gegen Sturzunfälle? Stolper- und Sturzunfälle haben meistens unscheinbare Ursachen, führen aber zu erheblichen Arbeitsausfällen und Kosten. Häufige Unfallursachen sind: Technische Mängel : defekte Böden, glatte Böden kombiniert mit ungeeigneten Schuhen, fehlende oder schlechte Beleuchtung, fehlender Handlauf bei Treppen usw. Organisatorische Ursachen : fehlende Sensibilisierung, Stolperfallen werden nicht erkannt und daher nicht vermieden, mangelhafte Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz, fehlende Signalisation von Gefahrenstellen, unklare oder fehlende Vorschriften usw. Persönliches Verhalten : Liegenlassen von Gegenständen, Unordnung, fehlende Aufmerksamkeit, Telefonieren und Schreiben von SMS während des Gehens, Unterschätzen des Risikos usw. Mit dieser Checkliste bekommen Sie solche Gefahren besser in den Griff.

  • Führung und Organisation
  • Infrastruktur
  • Verhalten, Information, Motivation
Unsere Paraphrase · editierbar

Beseitigen Sie an gewerblichen und industriellen Arbeitsplätzen technische Mängel sowie Unordnung sofort, um unvorhergesehene Stürze zu verhindern.

Regel 5 — Stopp den Stolper- und Sturzunfällen beim Reinigen von Gebäuden

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Was tun Sie in Ihrem Unternehmen gegen Sturzunfälle? Rund ein Viertel aller Berufsunfälle sind Stolper- und Sturzunfälle. Diese haben meist unscheinbare Ursachen, führen aber zu erheblichen Arbeitsausfällen und Kosten. Doch mit gezielten Massnahmen können Sie etwas gegen Sturzunfälle tun. Die Hauptgefahren sind: Technische Mängel : defekte Böden, glatte Böden kombiniert mit ungeeigneten Schuhen, fehlende oder schlechte Beleuchtung, fehlender Handlauf bei Treppen usw. Organisatorische Ursachen : Hektik und Zeitdruck, fehlende Gefahrenermittlung vor Ort, mangelhafte Arbeitsvorbereitung, fehlende Sensibilisierung, mangelhafte Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz, fehlende Signalisation von nassen Böden und anderen Gefahrenstellen, mangelhafte Instruktion der Mitarbeitenden usw. Persönliches Verhalten : Liegenlassen von Gegenständen, Unordnung, fehlende Aufmerksamkeit, falsche Schuhe, Unterschätzen des Risikos, Improvisation vor Ort usw. Mit dieser Checkliste bekommen Sie solche Gefahren besser in den Griff.

  • Arbeitsvorbereitung und Organisation
  • Verhalten und Ausrüstung der Mitarbeitenden
Unsere Paraphrase · editierbar

Sorgen Sie bei der Gebäudereinigung für klare Arbeitsvorbereitung, rücken Sie Hektik ab und kennzeichnen Sie nassen Boden sofort.

Regel 6 — Absturzsicherung bei Deckenschalungen | Factsheet

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Das Factsheet «Deckenschalungen» zeigt, worauf bei der Absturzsicherung bei Deckenschalungen zu achten ist. Ab 2 m braucht es immer eine Absturzsicherung. Ein Kollektivschutz ist zu bevorzugen.

Unsere Paraphrase · editierbar

Verwenden Sie bei Deckenschalungen ab einer Höhe von zwei Metern zwingend eine Absturzsicherung, wobei Kollektivschutz Vorrang hat.

Regel 7 — Absturzunfälle im Beruf

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Absturzunfälle sind meist schwerer als andere Arbeitsunfälle. Doch sie sind vermeidbar, wenn die lebenswichtigen Regeln eingehalten werden. Unsere Infografik fasst die wichtigsten Zahlen zusammen.

Unsere Paraphrase · editierbar

Beachten Sie die lebenswichtigen Regeln konsequent, da Absturzunfälle besonders schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Regel 8 — Achtung Rutschgefahr: So kommen Sie unfallfrei durch den Winter.

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Im Winter erhöhen Schnee und Eis das Sturzisiko erheblich. Deshalb ist Vorsicht angebracht. Nutzen Sie unser Plakat, um Ihre Mitarbeitenden für die Gefahren zu sensibilisieren.

Unsere Paraphrase · editierbar

Rüsten Sie sich im Winter rechtzeitig gegen Schnee und Eis, um das stark erhöhte Sturzrisiko im Freien zu minimieren.

Praxis-Szenario 1: Hektik im Treppenhaus

Szenario · unsere Didaktik

Sie sind in Eile auf dem Weg zu einer Besprechung im oberen Stockwerk und lesen nebenbei noch kurz eine wichtige Nachricht auf Ihrem Smartphone, während Sie die Treppe betreten.

Wie verhalten Sie sich in dieser Situation richtig?

  • Ich stecke das Smartphone weg, greife nach dem Handlauf und gehe konzentriert weiter.
  • Ich tippe die Nachricht schnell im Gehen zu Ende, um keine Zeit zu verlieren.
  • Ich gehe zügig weiter, solange ich die Stufen im Augenwinkel sehe.

Praxis-Szenario 2: Unordnung im Arbeitsbereich

Szenario · unsere Didaktik

Sie bemerken in der Werkstatt, dass Werkzeuge und Material palettenweise ungesichert im Hauptgang liegen und Mitarbeitende regelmässig darum herummanövrieren müssen.

Was ist Ihre Pflicht als Vorgesetzte/r?

  • Ich warte ab, bis sich jemand beschwert, da die Mitarbeitenden bisher immer gut aufgepasst haben.
  • Ich sorge umgehend dafür, dass der Gang geräumt wird, und instruiere das Team über die Einhaltung der Ordnung.
  • Ich hänge lediglich einen Zettel an das schwarze Brett, ohne den Gang räumen zu lassen.

Das Wichtigste in Kürze

Zusammenfassung · unsere Didaktik
  • Stolper- und Sturzunfälle haben meist unscheinbare Ursachen, führen aber zu langen Ausfällen.
  • Benutzen Sie auf Treppen stets den Handlauf und lassen Sie das Smartphone in der Tasche.
  • Halten Sie Durchgänge, Büros und Werkstätten frei von Hindernissen und unnötiger Unordnung.
  • Kennzeichnen Sie nasse oder glatte Böden nach Reinigungsarbeiten sofort sichtbar.
  • Treffen Sie bei Höhenarbeiten ab zwei Metern zwingend die vorgeschriebenen Absturzsicherungen.

Quizfragen (20)

1. Welche Massnahme ist auf Treppen absolut zentral, um Stürze zu vermeiden?

single
  • Den Handlauf konsequent benutzen
  • Immer zwei Stufen auf einmal nehmen, um Zeit zu sparen
  • Während des Gehens telefonieren

2. Welche Faktoren zählen zu den häufigen organisatorischen Unfallursachen?

multiple
  • Mangelhafte Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz
  • Fehlende Signalisation von Gefahrenstellen
  • Perfekt funktionierende und gewartete Infrastruktur

3. Sturzunfälle im Beruf sind schicksalhaft und lassen sich durch gezielte Massnahmen nicht verhindern.

truefalse

Richtige Antwort: Falsch

4. Ordnen Sie die Ursache dem passenden Bereich zu:

zuordnung
  • Defekte BödenTechnische Mängel
  • Unaufmerksamkeit beim GehenPersönliches Verhalten

5. Bei Deckenschalungen braucht es ab einer Höhe von ___ immer eine Absturzsicherung.

lueckentext

Lückenwort: 2 m

6. Ab wie vielen Metern Höhe ist bei Deckenschalungen immer eine Absturzsicherung erforderlich?

numeric

Korrekter Wert: 2 m (± 0)

7. In vielen Betrieben ist der Anteil der Ausrutsch- und Stolperunfälle grösser als 25 Prozent.

truefalse

Richtige Antwort: Wahr

8. Welche Angabe macht der Referenztext zum Anteil von Stolper- und Sturzunfällen an allen Berufsunfällen?

single
  • Rund ein Zehntel aller Berufsunfälle
  • Rund ein Viertel aller Berufsunfälle
  • Etwa die Hälfte aller Berufsunfälle
  • Etwa drei Viertel aller Berufsunfälle

9. Welche der folgenden Punkte gehören laut Regel 1 zu den Hauptgefahren bei Böden? (Mehrere Antworten sind richtig)

multiple
  • Stufen und Schwellen
  • Glatte und glitschige Böden
  • Fehlende Klimaanlagen
  • Unebene, beschädigte Böden

10. Welche Ablenkungen im Zusammenhang mit dem Smartphone werden in den Regeln (z. B. Büro, Treppen, Industrie) als persönliches Verhalten genannt, das zu Unfällen führt?

multiple
  • Benutzen des Smartphones beim Gehen und Treppensteigen
  • Schreiben von SMS während des Gehens
  • Fotografieren von Arbeitsabläufen
  • Telefonieren während des Gehens

11. Gemäss Regel 3 bezieht sich die Checkliste für Handläufe ausschliesslich auf Handläufe in Gebäuden, während für Handläufe an maschinellen Anlagen die Norm SN EN ISO 14122-3 gilt.

truefalse

Richtige Antwort: Wahr

12. Welcher Schutz hat bei Absturzsicherungen bei Deckenschalungen gemäss dem entsprechenden Factsheet zu bevorzugen?

single
  • Ein Kollektivschutz
  • Ein individueller Seilschutz
  • Kein Schutz, wenn man geübt ist
  • Ein Warnschild

13. Im Winter erhöhen Schnee und Eis das Sturzrisiko ___.

lueckentext

Lückenwort: erheblich

14. Ordnen Sie die folgenden Unfallursachen beim Reinigen von Gebäuden dem richtigen Bereich zu:

zuordnung
  • Hektik und ZeitdruckArbeitsvorbereitung und Organisation
  • Falsche SchuheVerhalten und Ausrüstung der Mitarbeitenden
  • Mangelhafte ArbeitsvorbereitungArbeitsvorbereitung und Organisation
  • Improvisation vor OrtVerhalten und Ausrüstung der Mitarbeitenden

15. Ab welcher Meter-Höhe braucht es bei Deckenschalungen laut Regel 6 immer eine Absturzsicherung?

numeric

Korrekter Wert: 2 m (± 0)

16. Welche speziellen organisatorischen Unfallursachen werden im Rahmen des Gebäudereinigens (Regel 5) genannt?

multiple
  • Hektik und Zeitdruck
  • Fehlende Signalisation von nassen Böden
  • Mangelhafte Instruktion der Mitarbeitenden
  • Defekte Aufzüge

17. Gemäss Regel 7 sind Absturzunfälle meist schwerer als andere Arbeitsunfälle.

truefalse

Richtige Antwort: Wahr

18. Welchen Anteil von Treppenunfällen an allen Stolper- und Sturzunfällen nennt Regel 3?

single
  • Einen Viertel
  • Einen Drittel
  • Die Hälfte
  • Zwei Drittel

19. Um Mitarbeitende für die Gefahren im Winter zu sensibilisieren, soll das Plakat mit dem Titel «Achtung Rutschgefahr: So kommen Sie unfallfrei durch den ___» genutzt werden.

lueckentext

Lückenwort: Winter

20. Ordnen Sie die spezifischen Checklisten-Bereiche den jeweiligen Regeln zu:

zuordnung
  • Arbeitsvorbereitung und OrganisationRegel 5 (Reinigen von Gebäuden)
  • InfrastrukturRegel 2 & 4 (Büro / Industrie und Gewerbe)
  • Verhalten und Ausrüstung der MitarbeitendenRegel 5 (Reinigen von Gebäuden)
  • Verhalten, Information, MotivationRegel 2 & 4 (Büro / Industrie und Gewerbe)