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Betriebliches Gesundheitsmanagement & Absenzen

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Einstieg

unsere Didaktik

Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitssicherheit

Ein durchdachtes betriebliches Gesundheitsmanagement sowie konsequente Arbeitssicherheit schützen Sie vor gesundheitlichen Schäden und minimieren betriebliche Risiken. Gefahren durch Stäube, Chemikalien, Maschinen oder physische Lasten erfordern vorausschauendes Handeln und klare Schutzmassnahmen. Zudem hilft ein strukturiertes Absenzenmanagement, betriebliche Ausfälle effizient zu bewältigen und die Rückkehr erkrankter oder verunfallter Personen optimal zu organisieren.

In der Montagehalle wirbeln bei Schleifarbeiten feine Partikel auf, während im Nebenraum Chemikalien umgefüllt werden. Gleichzeitig müssen schwere Bauteile manuell transportiert werden und Vorgesetzte stehen vor der Herausforderung, plötzliche krankheitsbedingte Absenzen im Team zu koordinieren. Ohne klare Schutzstandards und geordnete Prozesse führt dies rasch zu gesundheitlichen Belastungen und Ausfällen.

Regel 1 — Gesundheitsgefährdende Stäube

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Gibt es in Ihrem Betrieb gesundheitsgefährdende Stäube? Unter den Begriff «Staub» fallen auch Rauch (z.B. Metallrauch) und faserförmige Stoffe (z.B. Asbest, künstliche Mineralfasern). Solche Stäube können zu Berufskrankheiten führen, die zum Teil irreversible, d.h. nicht heilbare Schäden und hohe Kosten zur Folge haben. Umso wichtiger ist es, dass Sie nötigenfalls geeignete und wirksame Massnahmen treffen. Häufige Erkrankungen sind: Staublungen oder Krebserkrankungen des Lungentrakts chronische Erkrankungen der oberen Atemwege allergische Reaktionen des Atemtrakts, z.B. Asthma Mit dieser Checkliste bekommen Sie solche Gefahren besser in den Griff.

  • Ermittlung der Gesundheitsgefährdung
  • Massnahmen für den Gesundheitsschutz
  • Instandhaltung
  • Schulung/Führung
Unsere Paraphrase · editierbar

Schützen Sie sich vor gesundheitsgefährdenden Stäuben, Rauchen und Fasern durch wirksame Massnahmen, um irreversible Lungenerkrankungen zu verhindern.

Regel 2 — Gesundheitsgefährdende Chemikalien im Betrieb

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Gibt es in Ihrem Betrieb kommerziell erh ltliche Stoffe oder Zubereitungen, die gesundheitsgef hrdend sind? Wie sicher ist der Umgang damit? Gesundheitsgef hrdende Stoffe k nnen zu Berufskrankheiten f hren, die irreversible Sch den und hohe Kosten zur Folge haben. Umso wichtiger ist es, dass Sie diese Stoffe und Zubereitungen in Ihrem Betrieb identifizieren und geeignete und wirksame Massnahmen f r einen sicheren Umgang treffen. Mit dieser Checkliste bekommen Sie solche Gefahren besser in den Griff.

  • Gut zu wissen
  • Übersicht und Priorisierung der im Betrieb vorhandenen Stoffe und Zubereitungen (Stoffliste)
  • Identifizierung von CMR-Stoffen
  • Substitution gefährlicher Stoffe durch weniger gefährliche
  • Prüfung geeigneter Massnahmen zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
  • Prüfung verhältnismässiger Massnahmen im Umgang mit allen anderen Stoffen und Zubereitungen in der Stoffliste
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Identifizieren Sie gefährliche Chemikalien und CMR-Stoffe im Betrieb und setzen Sie auf geeignete Schutzmassnahmen sowie konsequente Substitution.

Regel 3 — Absenzenmanagement

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Arbeitsausfälle sind für Ihren Betrieb ein bedeutender Kostenfaktor. Ein effizientes Absenzenmanagement verringert die Zahl und die Dauer der Absenzen. Unser Film zeigt, wie Sie das erreichen.

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Nutzen Sie ein effizientes Absenzenmanagement, um die Anzahl und Dauer von arbeitsbedingten Ausfällen spürbar zu verringern.

Regel 4 — Absenzenmanagement: Ein Gewinn für jedes Unternehmen

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Arbeitsausfälle durch Krankheit oder Unfall sind für Ihre Firma ein erheblicher Kostenfaktor. Unsere Publikation unterstützt Sie dabei, diese Kosten durch ein gutes Absenzenmanagement zu minimieren.

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Minimieren Sie die beträchtlichen Kosten von Arbeitsausfällen durch strukturierte Prozesse bei Krankheit und Unfall.

Regel 5 — Absenzenmanagement in der Praxis

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Wir zeigen Ihnen wie Sie durch gezieltes Absenzenmanagement Arbeitsausfälle in der Firma reduzieren und deren Dauer verkürzen können.

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Setzen Sie gezielte Massnahmen im betrieblichen Alltag um, um Absenzen systematisch zu verkürzen.

Regel 6 — Absenzenmanagement | Leitfaden für KMU

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Vorgehen bei Absenzen infolge Unfall oder Krankheit. Ein Leitfaden für Betriebe, um die Rückkehr einer betroffenen Person zu organisieren. Links führen zu nützlichen Unterlagen und Informationen.

Unsere Paraphrase · editierbar

Wenden Sie klare Leitfäden an, um die geordnete Rückkehr von betroffenen Mitarbeitenden nach einer Absenz zu organisieren.

Regel 7 — Anforderungen für Maschinen gemäss EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG Anhang I, Kapitel 2 bis 6 «Zusätzliche grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen»

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Welche zusätzlichen grundlegenden Anforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz müssen Ihre Maschinen erfüllen? Nutzen Sie diese Checkliste.

Unsere Paraphrase · editierbar

Beachten Sie die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen für Maschinen gemäss den geltenden Richtlinien.

Regel 8 — Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beim Lastentransport von Hand

Offizieller SUVA-Text · nicht editierbar

Mit ihrer umfassenden Broschüre zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz beim Lastentransport von Hand bietet Ihnen die EKAS ein wertvolles Hilfsmittel, um Arbeitsunfälle zu vermeiden.

Unsere Paraphrase · editierbar

Wenden Sie beim Lastentransport von Hand bewährte Hilfsmittel an, um Unfälle und körperliche Überlastungen zu vermeiden.

Praxis-Szenario 1: Staubbelastung bei Schleifarbeiten

Szenario · unsere Didaktik

Sie müssen in einem geschlossenen Raum Oberflächen abschleifen, wobei sichtbarer feiner Staub entsteht.

Wie gehen Sie korrekt vor?

  • Ich arbeite zügig fertig, da kurzfristiger Staub keine bleibenden Schäden verursacht.
  • Ich trage die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung und sorge für wirksame Massnahmen gegen die Staubausbreitung.
  • Ich öffne kurz das Fenster, um den Staub manuell herauszuwedeln.

Praxis-Szenario 2: Umgang mit Absenzen

Szenario · unsere Didaktik

Ein Teammitglied fällt unerwartet und längerfristig durch eine Erkrankung aus.

Was ist Ihre Pflicht als Vorgesetzte oder Vorgesetzter?

  • Ich ignoriere den Ausfall, da sich das Team die Arbeit selbst aufteilen muss.
  • Ich wende den betrieblichen Leitfaden zum Absenzenmanagement an, halte den Kontakt und organisiere die Wiedereingliederung.
  • Ich fordere sofort ein detailliertes medizinisches Attest direkt vom Mitarbeitenden an.

Das Wichtigste in Kürze

Zusammenfassung · unsere Didaktik
  • Gesundheitsgefährdende Stäube und Chemikalien konsequent erkennen und wirksam abschirmen.
  • Gefährliche Stoffe nach Möglichkeit durch unbedenklichere Alternativen ersetzen.
  • Ein strukturiertes Absenzenmanagement reduziert Kosten und verkürzt Ausfallzeiten.
  • Klare Leitfäden unterstützen die erfolgreiche Rückkehr von erkrankten Mitarbeitenden.
  • Sicherheitsvorschriften an Maschinen und beim Lastentransport von Hand strikt einhalten.

Quizfragen (20)

1. Welche Folgen können ungenügend geschützte Stäube oder Chemikalien im Betrieb haben?

single
  • Sie können zu irreversiblen Berufskrankheiten und hohen Kosten führen.
  • Sie haben ausschliesslich kurzfristige Hautrötungen zur Folge.
  • Sie stellen kein gesundheitliches Risiko dar, solange sie unsichtbar sind.

2. Welche Aspekte gehören zu einem professionellen Umgang mit Gefahrstoffen und Stäuben? (Mehrere Antworten richtig)

multiple
  • Ermittlung der Gesundheitsgefährdung vor Ort
  • Identifizierung von CMR-Stoffen und Erstellung einer Stoffliste
  • Vollständiger Verzicht auf Schutzmassnahmen bei kurzen Arbeiten
  • Prüfung von Massnahmen zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

3. Ein effizientes Absenzenmanagement hilft dabei, die Anzahl und Dauer von Arbeitsausfällen im Betrieb zu verringern.

truefalse

Richtige Antwort: Wahr

4. Ordnen Sie die betrieblichen Themen den passenden Handlungsfeldern zu:

zuordnung
  • Stäube und RaucheSchutz vor Berufskrankheiten der Atemwege
  • AbsenzenmanagementOrganisation der Rückkehr nach Krankheit oder Unfall
  • LastentransportVermeidung von Arbeitsunfällen durch Handhabung

5. Um Gefahren im Betrieb zu minimieren, ist die Identifizierung von ___ Stoffen und eine geeignete Stoffliste zwingend erforderlich.

lueckentext

Lückenwort: CMR

6. Was bezweckt ein Leitfaden für KMU im Bereich des Absenzenmanagements?

single
  • Er gibt ein strukturiertes Vorgehen vor, um die Rückkehr betroffener Personen zu organisieren.
  • Er regelt ausschliesslich die arbeitsrechtlichen Kündigungsfristen.
  • Er dient primär der Erfassung von Überstunden im Betrieb.

7. Unter den Begriff «Staub» fallen gemäss Regel 1 auch Rauch (wie zum Beispiel Metallrauch) und faserförmige Stoffe.

truefalse

Richtige Antwort: Wahr

8. Welche häufigen Erkrankungen werden in Regel 1 im Zusammenhang mit gesundheitsgefährdenden Stäuben genannt?

multiple
  • Staublungen oder Krebserkrankungen des Lungentrakts
  • Chronische Erkrankungen der oberen Atemwege
  • Allergische Reaktionen des Atemtrakts, z.B. Asthma
  • Akute Knochenbrüche durch Überlastung

9. Welche Massnahme gehört gemäss Regel 1 nicht zu den direkt genannten Checklisten-Punkten im Umgang mit Stäuben?

single
  • Ermittlung der Gesundheitsgefährdung
  • Instandhaltung
  • Vollständiger Verzicht auf jegliche Metallbearbeitung
  • Schulung/Führung

10. Gemäss Regel 1 können gesundheitsgefährdende Stäube zum Teil irreversible, d.h. nicht heilbare Schäden und hohe ___ zur Folge haben.

lueckentext

Lückenwort: Kosten

11. Welche Punkte werden in Regel 2 bezüglich des guten Wissens über gesundheitsgefährdende Chemikalien aufgeführt?

multiple
  • Übersicht und Priorisierung der im Betrieb vorhandenen Stoffe und Zubereitungen (Stoffliste)
  • Identifizierung von CMR-Stoffen
  • Substitution gefährlicher Stoffe durch weniger gefährliche
  • Automatische Entlassung von betroffenen Mitarbeitenden

12. Gemäss Regel 2 soll eine Prüfung verhältnismässiger Massnahmen im Umgang mit allen anderen Stoffen und Zubereitungen in der Stoffliste erfolgen.

truefalse

Richtige Antwort: Wahr

13. Was bezweckt laut Regel 3 und 4 ein effizientes Absenzenmanagement?

single
  • Es verringert die Zahl und die Dauer der Absenzen.
  • Es erhöht die Produktion durch Nachtschichten.
  • Es ersetzt die gesetzlichen Unfallversicherungen komplett.
  • Es regelt ausschliesslich die Entsorgung von Chemikalien.

14. Gemäss Regel 6 bietet ein Leitfaden für Betriebe die Möglichkeit, die Rückkehr einer betroffenen Person zu ___.

lueckentext

Lückenwort: organisieren

15. Welche rechtliche Grundlage wird in Regel 7 für zusätzliche grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen an Maschinen genannt?

single
  • EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG Anhang I, Kapitel 2 bis 6
  • EKAS-Broschüre zum Lastentransport von Hand
  • Schweizerisches Zivilgesetzbuch Artikel 1
  • EU-Verordnung für Chemikalien und Stäube

16. Laut Regel 8 bietet die EKAS eine umfassende Broschüre zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz beim Lastentransport von Hand an, um Arbeitsunfälle zu vermeiden.

truefalse

Richtige Antwort: Wahr

17. Ordnen Sie die Begriffe den jeweiligen Themenbereichen gemäss den Regeln zu:

zuordnung
  • Faserförmige Stoffe und RauchGesundheitsgefährdende Stäube (Regel 1)
  • Identifizierung von CMR-StoffenGesundheitsgefährdende Chemikalien (Regel 2)
  • Lastentransport von HandEKAS-Broschüre zur Unfallvermeidung (Regel 8)

18. Welche Institution bietet gemäss Regel 8 eine umfassende Broschüre zum Lastentransport von Hand an?

single
  • EKAS
  • Die EG
  • Ein KMU-Leitfaden
  • Eine Stoffliste

19. Gemäss Regel 5 zeigt der Film beziehungsweise die Information, wie Sie durch gezieltes Absenzenmanagement Arbeitsausfälle in der Firma reduzieren und deren ___ verkürzen können.

lueckentext

Lückenwort: Dauer

20. Gemäss Regel 3 und 4 sind Arbeitsausfälle durch Krankheit oder Unfall für Betriebe ein bedeutender beziehungsweise erheblicher Kostenfaktor.

truefalse

Richtige Antwort: Wahr